-o-o-o-o-o- Schönheit ist der Glanz der Wahrheit. (Michael Glawogger) -o-o-o-o-o-

2014

September:

Die Kleine Gärtnerei ist wieder auf dem Berliner Staudenmarkt...

und auf dem Leipziger Pflanzenmarkt im Botanischen Garten dortselbst:

August:

In Glashütte erfreuen wir uns an der zweiten Blüte unserer zahlreichen Rittersporn-Sorten:

Juli:

Der Garten in Halbe steht in voller Sommerblüte!

Juni:

Während der Hitzewelle am Pfingstwochenende hat sich die Kleine Gärtnerei unter einen riesigen uralten Ginkgo-Baum im Garten des Stiftes Klosterneuburg bei Wien gerettet: Dort gab es die "Klosterneuburger Gartentage" - neben der Raritätenbörse in Wien und den Gartentagen im Stift Seitenstetten das 3. Österreich-Gastspiel für unsere Stauden und Kräuter:

Januar:

Der Garten und die Stauden liegen gut zugedeckt in Winterschlaf...

2013

September:

Wir sind wieder auf dem Berliner Staudenmarkt...

14. Juli - Hochsommer:

Eine Woche nach unserem kleinen Garten-Sommerfest erstrahlt der Garten in ganzer Pracht und voller Blüte. Nach der Lindenblüte tragen die Bienen nun Honig von den herrlich blühenden Gartenkräutern, v.a. Ysop, Katzenminzen, Sonnenbraut etc. ein. Taglilien stehen noch, der Phlox steht schon in reicher Blüte, die Kräuter erfreuen uns mit ihrem Duft und die Schmetterlinge mit ihrer vergänglichen Schönheit...

21. Juni - Sommeranfang:

Wir roden unsere erste Ritterspornsammlung in Potsdam und pflanzen sie in Glashütte zur weiteren Kultur und Vermehrung wieder auf!

2012

März 2012

Alle Stauden- und Kräutertöpfe wurden bereits durchsortiert und geputzt. Die Winterschäden halten sich glücklicherweise in Grenzen. Was diesen Winter überlebt hat, ist wirklich hart: auf einen sehr milden Dezember und Januar folgte ein enorm kalter Februar mit Temperaturen von unter -20° C im Baruther Urstromtal. Manche Pflanzen haben diese Bedingungen leider nicht überstanden und wurden bereits wieder dem Komposthaufen zugeführt, die meisten aber sprießen nach den sehr milden Märztagen wieder in voller Pracht und werden uns in den kommenden Wochen und Monaten mit ihren Blüten und ihrem Blattschmuck erfreuen.

Auch im Gemüsegarten geht es langsam aber sicher voran: die ersten Radieschen, Möhren und Pastinaken sind ausgesät, die Hälfte der Zwiebeln gesteckt. Nun geht es weiter mit der Aussaat von Spinat und Schwarzwurzeln, Ruccola und Wurzelpetersilie, Erbsen und Zuckerschoten. Auch die ersten Gemüsepflanzen wachsen im Anzuchthaus bereits heran: Salate, Kohlgemüse, Tomaten und Paprika, Sellerie, Mangold, Porree und Zwiebeln. Sobald die Beete bestellt sind, werden diese ausgepflanzt und dürfen ihrer Bestimmung entgegenwachsen.


Am 23. März war ein TV-Team im Garten um für die "rbb-Gartenzeit" die österliche Bepflanzung eines Steingarten-Beetes und zweier Blumenkübel zu filmen. Dank dieser Aufnahmen ziert nun eine neu errichtete Trockenmauer den kleinen Kreuzgarten. Das darüber angebrachte Insektenhotel wurde dem Garten von der "Initiativgruppe Insektenfreundliche Gärten" in Niederlehme gestiftet, wofür sich "die kleinen Gärtner" aufs allerherzlichste bedanken!



2011

September - November 2011

Auf einen verregneten und viel zu kühlen Sommer folgt ein wunderbar langer, sonniger und relativ trockener Herbst, den alle - Gärtnersleut und Besucher - sehr genießen...

Die Bienen werden fertig eingewintert: fertig aufgefüttert und gegen die Varroa-Milbe behandelt

Spät aber doch werden noch die Wiesen gemäht und Heu gemacht, so dass wir unsere Pferdchen diesen Winter mit eigenem Futter ernähren können.

Paprika, Chilis und Porree werden geerntet und in vielstündiger Arbeit zu unseren berühmten Pickles verarbeitet.

Das übrige Gemüse wird nach und nach abgeerntet: Pastinaken, Kürbis, Zuckermais, Endivien-, Lollo- und Eisberg-Salat, Spitzkohl, Rote Bete, Wurzelpetersilie, Schwarzwurzeln, Rosenkohl, Grünkohl

Und, last but not least geht es noch auf mehrere Märkte, insbesondere zum Traditionsfest der Baumschule Späth in Berlin Ende September:

August 2011

Was für ein verregneter Sommer! Es regnet so oft und so viel, dass es nicht mehr nötig ist, den Garten zu gießen. In kurzer Zeit brechen die Kartoffeln und danach die (nicht überdachten) Tomaten zusammen: Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans)! An halbwegs trockenen Tagen werden die Kartoffeln nach und nach geerntet - mehr als gedacht und erhofft und von sehr guter Qualität, wenn auch vielleicht nicht gerade riesengroß... Für die Tomaten kommt allerdings jede Rettung zu spät: Im nächsten Jahr muss eine Überdachung her!

Dennoch gibt es eine sehr gute Ernte: neben den Kartoffeln erfreut sich das Gärtnerherz an Porree und den ersten Pastinaken, Zucchini und Kohlrabi, Paprika und Mangold, Zwiebeln und Knoblauch, Bohnen und Blumenkohl - den dann allerdings der Mehltau-Pilz dahinrafft :-( ...

Aber Enttäuschungen werden weggesteckt und das Projekt "leckeres gesundes Gemüse in bestmöglicher Qualität" weiter voran getrieben.

Außerdem haben wir uns einen kleinen Urlaub verdient (Straßentheaterfestival ViaThea in Görlitz) und am 3. August-Wochenende laden wir anlässlich der Offenen Gärten im Landkreis Dahme-Spreewald wieder zum Besuch unseres Hausgartens in Halbe ein.

 Der Gemüsegarten im August in voller Pracht und Üppigkeit!

Juli 2011

Am 17. Juli feiern wir unser 2. Garten-Sommerfest. Zur Musik von Matthias Kahler gibt es Kaffee und Kuchen aus dem Töpferei-Café der Familie Rottstock und unsere schönsten Sommerblüher: Taglilien, Phloxe, Sonnenbräute, Bartfäden, Fingerhüte und zahlreiche duftende Kräuter.

Das erste Juli-(und Ferien-)Wochenende bringt nun endlich den langersehnten kräftigen Regen. Aber muss es unbedingt am Wochenende sein, wo die meisten Besucher nach Glashütte kommen?!? Viele lassen sich abschrecken, aber einige kommen doch und erfreuen sich an der Schönheit und den Angeboten des Ortes im Allgemeinen und des Glasmachergartens im Besonderen. Oder wie ein Besucher es so schön ausgedrückt hat: "Hier wachsen glückliche Pflanzen!" Bei solch erfreulichen Aussagen von interessierten Besuchern ist auch der Gärtner glücklich und die Unzufriedenheit über das Nicht-Geschaffte etwas besänftigt!

 Mischkultur mit Mangold und Möhren, Schwarzwurzeln und Salat, Zwiebeln und Kräutern,...

...Porree und Pastinaken, Sellerie und Kohl,... daneben Taglilien und Phlox

Und es ist ja durchaus etwas passiert in den vergangenen 16 Monaten...

Aber wie hat es Karl Foerster so schön ausgedrückt: "Wer mit seinem Garten schon zufrieden ist, hat ihn nicht verdient!"

Vorher (März 2010)...

... und nachher (Juli 2011)

Juni 2011

In der 2. Junihälfte laufen nun auch die Gemüselieferungen an: Interessierte erhalten Mittwochs eine E-Mail mit dem Angebot der Woche, bestellen bis Freitag früh und erhalten das bestellte Gemüse zwischen Freitag nachmittag und Samstag vormittag.

Der Garten verändert sich unterdessen von Tag zu Tag und erfreut uns nicht nur mit Arbeit, sondern auch mit reicher Ernte, vielen Blüten und zahlreichen begeisterten Besuchern. Einen dicken Wermutstropfen gibt es aber doch: die Bienen finden kaum mehr Nektar und so steht uns eine schwache Honigernte bevor!

Der Eingang zur Kleinen Gärtnerei mit blühenden Taglilien, Sonnenbraut und Phlox

Im kleinen Staudenbeet blühen Rittersporn, Ehrenpreis, Katzenminze, Sonnenauge und Schönaster

Und auch der Garten in Halbe steht nun in voller Blüte: Kräuter, Gemüse, Blumen und Stauden harmonisch vereint!

Am 18. Juni beschert uns die nun etwas instabil gewordene Witterung einen spektakulären Sonnenuntergang und in den darauffolgenden Tagen zur Sonnenwende prächtige Erscheinungen mit Wolkentürmen vor tiefblauer Himmelsunendlichkeit. Dies entschädigt uns ein wenig für die leider ganz wolkenverhangene Mondfinsternis am 15. Juni.

Von unten beleuchtete Wolken kurz vor Sonnenuntergang (die Sonne ist HINTER dem Photographen!)

Kurz vor dem Sommeranfang steht der Garten in voller Pracht! Sehr warme Tage mit kräftiger Sonneneinstrahlung und das regelmäßige - und notwendige - Gießen der Beete lassen nicht nur das Gemüse, sondern auch das "Unkraut" sprießen. Man muss konsequent dabei bleiben, um den Kulturpflanzen ideale Wuchs- und Platzbedingungen zu schaffen - und das gezogene Unkraut ist nicht umsonst gewachsen: es landet entweder als Mulchdecke gleich wieder auf den Beeten oder wird im nächsten Jahr als Kompost den Boden verbessern. Wir bemühen uns, möglichst wenig Substanz verloren gehen zu lassen - die Verluste werden ausgeglichen durch kompostierten Pferdemist, der sozusagen auf den umliegenden Wiesen wächst. Das Ergebnis dieser Wirtschaftsweise sind gesunde Pflanzen und ein geringer Schädlingsdruck!

Kräuter, Chinakohl, Zwiebeln, Möhren, Salate & Co. im 1. Gartenteil, dem sog. "Kreuzgarten"

Beetpflege im 2., in diesem Jahr vervollständigten Gartenteil

Die Kartoffeln im 3. Gartenteil, etwa 1 Monat nach dem Pflanzen

In der ersten Junihälfte beginnt der Garten, uns mit den ersten Ernten zu erfreuen: Schnittlauch und Schnittlauch-Blüten für's Butterbrot, Radieschen, Ruccola, Salate, Mangold und Kohlrabi sind erntereif! Nach den Anstrengungen des Frühlings dürfen wir nun auch die ersten Früchte unseres Einsatzes ernten:

Schnittlauch in voller Pracht, Roter Eichblattsalat und Schalotten

Neben den roten Radieschen gibt es auch die kräfigeren weißen Eiszapfen-Radieschen

Römersalat und Lollo Bionda traulich vereint (gerne auch in der Salatschüssel)

Roter, gelber und grüner Mangold

Die ersten Kohlrabi - diese fühlen sich im Glasmachergarten ganz besondes wohl.

Mai 2011

Am letzten Maiwochenende fährt die Kleine Gärtnerei mit ihrem Staudensortiment wieder zu den Gartentagen im Schlossgarten von Pillnitz/Dresden. Bei herrlichem Frühsommerwetter stoßen unsere Stauden und Kräuter, aber auch unser Engagement im Museumsdorf Glashütte auf großes Interesse. Für den Gärtner selbst fühlen sich die beiden Tage nach den anstrengenden Frühlingsmonaten ein bisschen wie Urlaub an...

Unser Staudenangebot an der Maillebahn im Schlossgarten von Pillnitz

Die Imkerei gestaltete sich in diesem Jahr nicht ganz einfach: Aufgrund aus Zeitgründen nicht konsequent durchgeführter Schwarmverhinderung gab es seit Anfang Mai zahlreiche Bienenschwärme. Glücklicherweise konnte der größte Teil eingefangen werden, so dass die Anzahl der Bienenvölker innerhalb weniger Wochen verdoppelt werden konnte!

Unkonventionelle Schwarmfangmethode - aber er ist drin!

Viel schlimmer war allerdings ein Kälteeinbruch Anfang Mai, der den jungen Blüten- und Blattaustrieb der Robinien (und anderer Bäume) vollständig vernichtete. Eine der beiden Haupttrachten ist somit 2011 zu fast 100 Prozent ausgefallen (mit Ausnahme vielleicht einzelner Bäume an geschützten Standorten im Wald). Glücklicherweise gibt es eine sehr gute Frühlingshonigernte, so dass der Imker nicht ganz mit leeren Händen dasteht...

Gleich nach dem Töpfer- und Gartenmarkt werden die neuen Beete im 2. Gartenteil fertigge- und bestellt. Hier werden nun demnächst Porree, Pastinaken, Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl, Salate, Chinakohl, Zuckermais, Bohnen Gurken, Kürbisse und Chilis ihrer genussvollen Bestimmung entgegen wachsen.

Die ersten Gemüsebeete im 2. Gartenteil nach dem Feinplanum

Der Töpfer- und Gartenmarkt am 14. und 15. Mai war wieder ein großer Erfolg: viele Schaulustige und Kaufwütige erfreuten sich an dem breiten Angebot und den zahlreichen Darbietungen unter dem Motto "Feuer und Erde". So wurde über offenem Feuer gekocht, praktische Einweisungen in den Lehmbau geboten, Raku und andere keramische Brenntechniken vorgeführt,...

Stand der Kleinen Gärtnerei auf dem Töpfer- und Gartenmarkt 2011

Die erste Mai-Dekade ist überbordend voll mit Arbeit: 2 große Marktwochenenden mit dem Staudenbasar auf der Freundschaftsinsel in Potsdam, dem Frühlingsmarkt in der Baumschule Späth in Berlin und dem Blumenmarkt in Wiesenburg im Fläming: immer wieder schöne Erlebnisse, aber zu Hause bleibt die Arbeit liegen...

Und davon gibt es mehr als genug: Der Zaun ist fertig, die Kartoffeln sind gelegt, die Erbsen und Kürbisse (endlich) gesät, das Unkraut gezogen, zahlreiche Beete neu angelegt, die ersten Bienenschwärme eingefangen...

Knapp 60 m neuer Zaun - der Glasmacher-Bauerngarten ist jetzt ca. 3000 m² groß!

Die neuen Kartoffel- und Gemüsebeete im erweiterten 3. Gartenteil

April 2011

Der "Kreuzgarten" am 24. April 2011, Ostersonntag abend - die Beete sind bestellt:

18. April: Die Pflanzkartoffeln sind auf dem Weg zu uns!

Und weiter geht's mit dem Anlegen neuer Beete, Umgraben, Hacken und Harken. Endlich können die ersten Pflänzchen und Saaten in den nun leidlich erwärmten Boden: Radieschen, Möhren, Salat, Steckzwiebeln, Kohlrabi, Pastinaken & Co.!

Und ein weiteres Projekt schreitet voran: Etwa 2/3 des ca. 60 m langen Zauns an der Ostgrenze des "Bauerngartens" sind fertiggestellt. Über die Ostertage sollen noch die letzten gut 200 Staketen festgeschraubt werden - dann ist der Garten endlich ziegen- und hoffentlich auch hühnersicher!

März 2011

Unsere Stauden, überwintert unter einem dünnen Vlies, sind super in Schuss, treiben bereits und zeigen die ersten Blüten, z.B. das rosa Lungenkraut 'Dora Bielefeld'.

Anfang März ging es mit den Aufräumarbeiten los. Immer noch gibt es Altlasten von den Vorgängern in Form von Altholz, Schrott und Schutt auf dem Grundstück. Diese wurden weiter sortiert und quasi reisefertig gemacht.

Die zweite wichte Aufgabe bestand darin, weitere Beetflächen anzulegen, soweit das in dem durchnässten Boden bereits möglich war. Nichts mit "Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt...": Der Garten liegt in einer Senke, und der Grundwasserspiegel hielt sich somit noch wochenlang knapp unter der Erdoberfläche :-(.

Januar-Februar 2011

An Arbeiten war in diesem Winter nicht zu denken. Nach der großen Schneeschmelze Anfang Januar stand fast der gesamte Garten wochenlang knöcheltief unter Wasser!

Als dann später der Frost zurückkehrte, gab es wunderschöne Eisflächen zu bestaunen, auf denen sogar Schlittschuhlaufen möglich war!

Trotzdem zog es den Gärtner regelmäßig in den Garten: die Ponies mussten permanent mit Heu, Möhren und frischem Wasser versorgt werden, um sie bei Laune zu halten.

Dezember 2010

Am 2. Dezember kommt der große Schnee, und der Garten wird mit einer ca. 15 cm dicken weißen Decke überzogen. Die meisten der folgenden Tage sind frostig: auch tagsüber steigen die Temperaturen kaum über 0 Grad! Nur am 3. Adventswochenende gibt es richtiges Tauwetter, aber auch nur, damit der neue Schnee, der am 14. und 15. Dezember fällt, wieder Platz hat.     An Arbeiten ist bei diesem Wetter natürlich überhaupt nicht zu denken, einzig und allein die Ponies werden regelmäßig mit Heu, Möhren und Wasser versorgt, ansonsten dürfen der Garten, das Staudenquartier und die Bienenvölker in ihrer verdienten Winterruhe verharren...

Nach dem unerwartet heftigen Wintereinbruch zum 1. Adventswochenende werden am 1. Dezember noch schnell, bevor der Boden durchfriert, die Pfostenhülsen für einen knapp 60 m langen Staketenzaun gesetzt, der den ca. 3000 m² großen Bauerngarten von den restlichen Gärtnereiflächen trennen wird. Die Temperatur während der mehrere Stunden dauernden Arbeit liegt bei knapp -10° C - zum Glück verfügt das Töpferei-Café über eine Fußbodenheizung, und man kann sich mal zwischendurch die Zehen wieder aufwärmen...

November 2010

In der 2. Novemberhälfte werden noch alle bereits genutzten Gemüsebeete winterfest gemacht und mit einer Mulchschicht aus Laub, Gras und Pflanzenresten abgedeckt. Mehrere Beete werden mit Winter-Steckzwiebeln und -Knoblauch bestückt und zusätzlich mit einem dünnen Vlies geschützt. Nun wird auch das letzte Gemüse abgeerntet: Kohlrabi, Knollen- und Staudensellerie, Broccoli, Pastinaken, Wurzelpetersilie und Schwarzwurzeln. Keine sehr große Ernte, aber 2010 sollte auch nicht viel mehr sein als ein "Probejahr", um zu sehen ob es überhaupt funktioniert. Es funktioniert!

Die Stauden im Topfquartier werden runtergeschnitten und mit Vlies abgedeckt.

Der November ist grau und trist - und vor allem sehr nass! Teile der Flächen, die wir im nächsten Jahr mit Gemüse bepflanzen wollen, können zwar noch umgegraben werden, aber bei weitem nicht alles, weil irgendwann nach zahlreichen Regengüssen das Grundwasser an die Oberfläche kommt und wir einfach im Schlamm stecken bleiben! Ein vernünftiges Arbeiten ist unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich!

Oktober 2010

Der Oktober bringt uns - zur Abwechslung - noch einige wundervolle Tage und Wochenenden mit strahlendem Sonnenschein. Die letzten Herbststauden stehen in voller Blüte und werden - zum Erstaunen der Glashütte-Besucher - noch von zahlreichen Insekten, natürlich auch Hummeln und Binen, beflogen. Ein prächtiger Anblick:

Leider machen wir auch schon recht bald Bekanntschaft mit Väterchen Frost: Erste Nachtfröste gibt es schon früh im Oktober, und so müssen die emfpfindlicheren Gemüsearten mit Vlies abgedeckt und geschützt werden. Das ist kein sehr schöner Anblick, aber notwendig und effektiv. Bei den Stangenbohnen ist das leider nicht möglich, und so gibt es zwar eine große Ernte - leider aber für den Kompost, weil der größte Teil der Bohnen noch nicht abgereift und stark vom Frost geschädigt ist. Auch ein Teil der Chilis fällt frostbedingt dem Kompost anheim - die guten kommen aber ins Töpfchen und werden zu Chili-Pickles verarbeitet. Wurzelpetersilie, Pastinaken und Schwarzwurzeln kann der Frost nichts anhaben - sie dürfen ohne Abdeckung noch bis zum Spätherbst stehen bleiben.

Die Kürbisse und die letzten - z.T. riesig gewordenen - Zucchinis werden geerntet, teilweise verkauft und zum Teil auch süss-sauer eingekocht. Ein leckerer Gruß aus dem Spätsommer für kalte Wintertage!

September 2010

Unser kleines Staudengärtchen hat schon sein herbstliches Kleid angelegt: neben den hochsommerlichen Phloxen, Rudbeckien, Sonnenhüten, der Sonnenbraut und dem Rittersporn im zweiten Flor öffnen nun auch schon die Astern ihre Blütenköpfchen. Der Garten ist jetzt ein wahres Paradies für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln. In die Freude über die Blütenpracht mischt sich ein Tropfen Traurigkeit: Bald ist's vorbei mit der Pracht und das Jahr dann - wie immer - viel zu schnell vorüber...

Der 1. September bringt nicht nur den meteorologischen Herbstanfang, sondern auch endlich den lang ersehnten festen Mitarbeiter in den Garten: ein junger Mann aus dem Nachbarort Klasdorf, der eben erst seinen Abschluss zum Gartenbauhelfer absolviert hat und ab sofort mithilft, den Garten in Schuss zu bringen und zu halten. Zusammen mit einer ebenfalls neu zu uns gekommenen Teilzeitkraft beseitigen wir den schlimmsten Wildwuchs von Kletten & Co. und verleihen dem Garten wieder ein erfreuliches Aussehen. Endlich kommt auch die Sonne wieder zum Vorschein, die Nächte sind kühl, die Tage frühherbstlich warm: So lässt es sich gut sein...

August 2010

Nach einem heißen und trockenen Sommeranfang brachte uns der August zwar weiterhin Wärme - aber auch enorm viel Regen. Den meisten Pflanzen hat es gut getan, nicht aber dem Salat und den Tomaten, die zum Ende des Monats in einem erbärmlichen Zustand sind. Schade drum, aber nicht mehr zu ändern.

Dem Unkraut ist der Regen äußerst gut bekommen: es wuchert rasend schnell, und trotz einer familären Großaktion mit Eltern und Schwestern, die für ein paar Tage zu Besuch sind, wächst ein Teil der Flächen einfach zu.

Der Garten hat trotzdem weiterhin Charme, was auch alle Besucher bestätigen, u.a. die neue Brandenburger Kulturministerin Martina Münch, die dem Museumsdorf am 11. August einen Besuch abstattet und dem Garten bescheinigt "Ruhe und Kontemplation" auszustrahlen. :-)

Die Kleine Gärtnerei macht eine kleine Sommerpause und ist ab dem 10. August wieder für Sie da - mit sommerlichen Stauden, Kräutern und Gemüse frisch aus dem Garten, fruchtigen Aufstrichen und feurigem Eingemachtem. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Juli 2010

In der letzten Juliwoche fand in Glashütte ein Ereignis statt, das hier auch Erwähnung finden soll: Die Cello-Akademie! Mehr oder weniger weit fortgeschrittene CellistInnen übten 8 Tage lang in der Alten Hütte, viel lieber aber im Freien unter herrlichem Sommerhimmel und schattigen Kastanienbäumen. Für eine Woche lag ein wunderbarer Zauber über dem Museumsdorf!

Beim Zuhören eine Idee: Der Garten in Glashütte soll auch ein musischer Garten sein: wer gerne dort musizieren, malen oder dichten möchte, ist herzlich willkommen! (Feinsinnige Menschen, die gerne mit Spaten, Pflanzschaufel oder Gartenschere künstlerisch tätig sein möchten, werden natürlich auch noch dringend gesucht. Bitte in jedem Fall um vorherige telefonische Absprache!)

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Die Taglilien-Mutterpflanzen erfreuen uns jeden Tag mit neuen Blüten:

Und auch unser sommerliches Staudengärtchen steht in voller Blüte:

Die Bienen fliegen fleißig weiter und sammeln von umliegenden Feldern Sonnenblumenhonig ein! Die erste Varroabehandlung muss somit noch ein wenig zurückgestellt werden - vermutlich kein Problem, da die Völker einen sehr starken und gesunden Eindruck machen.

Die Imkerei ist im Aufbau und darf noch etwas wachsen, so wurden 3 Ableger mit jungen Königinnen erstellt. Mit dem sehr starken Schwarm von Mai stehen somit jetzt insgesamt           10 Völker auf dem Glashütter Bienenstand.

18. Juli 2010: Das Sommerfest der Kleinen Gärtnerei fand auf dem Dorfanger vor dem Töpferei-Café statt. Bei jazziger Musikuntermalung mit der Sängerin Petra Liesenfeld und ihrer Band ließ es sich gut sein und den Nachmittag genießen. Zur Freude des Tages standen die Taglilien in voller Blüte:

Die Erbsen und Zuckerschoten sind abgeerntet - die Beete neu bepflanzt (Salat, Kohlrabi, Broccoli) und mit dem kleingeschnittenen Erbsenstroh frisch gemulcht. Nach 36 Sorten Taglilien werden nun auch die Phlox-Mutterpflanzen aufgepflanzt, ein paar Exemplare davon sind im Vordergrund zu sehen:

Die Frühkartoffeln sind geerntet:

Juni 2010

20. Juni: Die Robinie, dieses Jahr sehr schwach, ist verblüht, die Honigwaben verdeckelt - endlich kann der erste Honig aus Glashütte geschleudert werden! Eine leckere Mischung aus den Blüten des Frühlings, von den Obstbäumen und den Robinen. Die etwas dunklere Färbung lässt darauf schließen, dass die Bienen auch etwas Waldhonig eingetragen haben.

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Die Tage werden länger und  länger, die Arbeitstage auch: Honigräume müssen gebaut und die Bienenstöcke erweitert werden. Gemüse wird weiter gesät und gepflanzt und das Unkraut ist immer schneller...

Letzteres darf aber, ausgerupft und tw. zerschnitten, als fruchtbarer Mulch gleich wieder auf den Beeten landen: so braucht's vorerst keinen Dünger, denn im Sinne des biologischen Gartenbaus wird nicht die Pflanze, sondern das Bodenleben ernährt! Die Erde bleibt dadurch auch in Trocken- und Hitzeperioden kühl und feucht und wird immer besser. Pudersand ade!

Mai 2010

Unser Stand bei den Pilnitzer Gartentagen, 29.-30. Mai 2010

Pfingstmontag, 24. Mai:

"Der Ruach (hebräisch für Geist und Wind) weht wo er will":

Am späten Nachmittag des Pfingstmontag donnerte ein kurzer aber mächtiger Gewittersturm mit Hagelschlag über Glashütte hinweg, legte zwei alte Linden um und machte der Pracht des Gemüsegartens ein unerfreuliches Ende: Zwiebeln, Erbsen, Radieschen, Spinat, Tomaten und Salat, alles abgeschlagen oder durchlöchert. Die kommenden Tage werden zeigen, was sich erholt und was besser als Gründüngung genutzt werden sollte, wie z.B. der erntereife Spinat.

Kurz nach dem Gewitter schien schon wieder die Sonne, die die Landschaft in eine neblige Idylle tauchte, so als wäre nichts gewesen.

Und so muss man im Garten immer wieder von vorne anfangen, einie wahre Sisyphus-Arbeit.  "Aber wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen!" (Albert Camus)

Abgeschlagene Eichenblätter, zerhauenes Gemüse. Am besten haben die Stauden den Hagel überstanden.

Die 1-2 cm großen Hagelkörner haben sich schon wieder in Wasser verwandelt...

...und die Sonne bricht durch die dunklen Wolken.

Einer der beiden gefällten Bäume am Glashütte-Museum.

Pfingstwochenende: Bei recht warmem Wetter darf die Arbeit nicht ruhen, es darf aber alles etwas gemütlicher vonstatten gehen: Bienenbetreuung, Staudenverkauf und Kundenberatung, Unkrautziehen, Pflanzen und Säen stehen auf dem Programm. Auch das erste Gemüse findet seine Abnehmer: Radieschen und Ruccola! Der erste Gartenbereich steht in voller Pracht, nun geht es an die nächste Etappe.

Kräuter, Salat, Radieschen, Erbsen,...

Spinat, Radieschen, Knoblauch, Erdbeeren, Porrée,...

Nach den Eisheiligen geht es dringend voran mit dem Gemüsebau: Weitere 100 m² Gartenfläche wurden von Unkraut befreit (u.a. Kletten mit bis zu 1 m langen Wurzeln!), umgegraben und für Pflanzung und Aussaat vorbereitet. Pfingstmontag ist Anbautag!

Am Montag davor gab es einen ersten - unerwarteten - Bienenschwarm, der glücklicherweise schnell wieder eingefangen werden konnte!

Die Bienenvölker sind regelrecht am Explodieren - bevor demnächst die Robinie zu blühen beginnt - und benötigen jetzt die volle Aufmerksamkeit des "Bienenvaters".  Momentan finden sie reichlich Pollen und Nektar in den zahlreichen alten Rosskastanienbäumen am Glashütter Dorfanger.

Der Bienenstand

Mairegen bringt segen!

Das Wetter war unpassend: kalt und sehr regnerisch, aber nichtsdestotrotz wurde der Töpfer- und Gartenmarkt ein schöner Erfolg und zu einer Veranstaltung, die wunderbar in das Museumsdorf passt. Neben einem breit gefächerten Töpfereiangebot gab es Kräuter, Stauden, Sommerblumen, Gemüsepflanzen, Korbwaren, Terracotta, Wildholzmöbel und sonstiges aus Holz Geschnitztes zu erstehen. Sehr viel Interesse gab es am Lehmbaustand, an dem traditionelle Bautechniken vorgeführt und erklärt wurden. Petra Liesendfeld sorgte mit Tangos und Chansons für die akustische Untermalung und bei einigen sonntäglichen Sonnenstrahlen, Kaffee und Kuchen konnte man es sich gut gemütlich machen.

Auch im nächsten Jahr wird es den Markt wieder geben, auch dann wieder am 3. Wochenende im Mai (Wochenende nach Muttertag). Gleich vormerken!

10. Mai 2010: Die allererste Ernte im Glashütter Garten - lecker!

Die erste Maiwoche war geprägt von den Vorbereitungen für unser bisher wichtigstes Marktwochenende: Der Kraut- und Rübenmarkt in Zossen, das Frühlingsfest bei der Baumschule Späth in Berlin und v.a. der Blumenmarkt in Wiesenburg/Fläming standen auf dem Programm. Besonders der letztere hat uns - wie bereits in den Jahren davor - schwer beeindruckt: ein breites Angebot an Blumen, Kräutern, Stauden, Gehölzen, Gartenbedarf etc. und eine große Anzahl sehr interessierter Marktbesucher und Kunden! Speis und Trank, Musik, Literatur und - wie in jedem Jahr - Sonnenschein: Wir hatten einen wunderschönen Tag und hoffen, dass der Töpfer- und Gartenmarkt in Glashütte ein ähnliches Flair bekommen wird.

April 2010

Am Gründonnerstag, 01. April, wurde die Gartensaison in Glashütte eröffnet: "Ostern in Glashütte" ist eine gute Gelegenheit für Familienausflüge, und so kamen auch zahlreiche große und kleine Leute, die sich für unsere Gartenanlage, für die Stauden, aber auch - vor allem die Kleinen - für unsere Ponies und den Froschkönig interessierten.

Unser erstes kleines Staudenquartier wurde angelegt und wird, nach und nach, mit überwinterten und v.a. frisch getopften Jungstauden bestückt.

Die nachösterlichen Wochenenden, zu denen es in Glashütte wieder etwas ruhiger zuging, verbrachten wir auf Stauden- und Pflanzenmärkten in Zossen, Berlin, Brandenburg/H. und Potsdam.

In den Wochen dazwischen wurde nach Kräften gearbeitet, Gärten gepflegt und bepflanzt, Rasen angelegt, Stauden und Gemüse pikiert und getopft, die ersten 12 Glashütter Gemüsebeete im "Kreuzgärtchen" bepflanzt und besät, Unkraut beseitigt und weitere Beete angelegt.

Folgende Gemüse wachsen inzwischen auf dem neu urbar gemachten Flecken Erde:

Erbsen und Zuckerschoten, Salat, Radieschen, Ruccola, Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Kohlrabi, Kümmel, Spinat, Porrée, Schwarzwurzeln, Petersilienwurzeln, Pastinaken, Erdbeeren, Schnittlauch, Petersilie, Thymian, Estragon, Ringelblumen, Phacelia, Boretsch, Kartoffeln. Sobald Mitte Mai weitere Beetflächen von dem gigantisch wuchernden Unkraut (Ampfer und Klette!) befreit sind, wird das Sortiment weiter vergrößert.

Die Beete werden permanent mit Grasschnitt und v.a. frisch geschnittenen Brennesseln gemulcht, um das Nährstoffangebot und den Humusgehalt sowie die Wasserhaltekraft des sehr kargen Sandbodens zu erhöhen und ein reges Bodenleben zu aktivieren.

Die Tage werden spürbar länger, aber eigentlich sind sie immer noch viel zu kurz für die vielen zu bewältigenden Aufgaben...

März 2010

Ein arbeits- und erreignisreicher Monat liegt hinter uns:

Die Vorkultur von Blumen, Stauden, Kräutern und Gemüse ist in vollem Gange. Zahlreiche Sämlinge können schon demnächst getopft oder ausgepflanzt werden.

Die überwinterten Stauden und Kräuter sind kräftig am Schieben. Viele sind bereits geputzt und stehen zum Verkauf bereit. Die Frühblüher erfreuen uns mit Knospen und ersten Blüten.

Die Obstbäume auf dem Gartengelände in Glashütte wurden geschnitten.

Die beiden zum Kräuterladen gehörenden Schweine wurden von einem Teilbereich der künftigen Bauerngartenfläche in ihr neues Gehege umgesiedelt.

Die bisher von den Schweinen genutzte Fläche wurde entrümpelt und von Unkraut befreit und wird demnächst umgegraben und mit Gründüngung eingesät.

Der Bienenstand wurde mit 5 Bienenvölkern, Ablegern aus 2009, bestückt.

Unsere Ponies sind aus dem Winterquartier nach Glashütte zurückgekehrt.

11 Apfelbäume, 1 Birne, 12 Schwarze Johannisbeersträucher und 4 Kornelkirschen wurden gepflanzt.

Die ersten Gemüsebeete wurden angelegt und bestellt.

ank des guten und trockenen Wetters konnten wir bereits Anfang des Monats mit viel Elan in die neue Gartensaison starten: